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WEEKLY UPDATE #132: ​Was ich aus der wichtigsten Prüfung meines Lebens für den Alltag lernte​

Published 24 days ago • 2 min read

In meinem WEEKLY UPDATE findest Du jeden Sonntag um 17:00 Uhr wertvolle Tipps und Informationen aus dem Bereich des Zeit- und Selbstmanagement.


gelesen

Eine Erkenntnis aus dem Buch „The 4 Disciplines of Execution“ von Chris McChesney:

80 % des US-Gesundheitsbudgets werden für fünf Probleme aufgewendet: Rauchen, Trinken, übermäßiges Essen, Stress und zu wenig Bewegung. Jeder weiß, dass diese fünf Dinge schlecht für einen sind. Aber selbst nach einem Herzinfarkt ändern viele Menschen ihr Verhalten nicht. Sie wissen, dass sie es sollten, und sie wollen es wahrscheinlich auch, aber sie können es nicht. Ihr Problem ist die Umsetzung.

Jeder von uns hat sicher schon unzählige Male gehört, gelesen oder sogar aus erster Hand erfahren, wie schädlich diese Verhaltensweisen für unsere Gesundheit sind. Warum fällt es uns so schwer, diese Gewohnheiten zu ändern, selbst wenn wir die potenziell lebensbedrohlichen Konsequenzen am eigenen Leib erfahren?

Dieses Phänomen bringt uns zu einer zentralen menschlichen Herausforderung: die Umsetzung von Wissen in Handlung. Wir leben in einer Zeit, in der Informationen allgegenwärtig und leicht zugänglich sind. Wir wissen viel, aber dieses Wissen führt nicht immer zu entsprechenden Veränderungen in unserem Verhalten. Aber warum ist das so?

Der menschliche Geist ist ein Meisterwerk der Gewohnheiten. Gewohnheiten ermöglichen es uns, viele unserer täglichen Aufgaben automatisch und ohne großen Aufwand zu erledigen. Dieser Mechanismus spart Energie und Kapazitäten für komplexere Entscheidungen. Hier liegt auch das Problem: Negative Gewohnheiten zu brechen erfordert nicht nur das Wissen darüber, was geändert werden muss, sondern auch eine immense mentale Anstrengung und Disziplin, um neue Routinen zu etablieren.

Viele Menschen wollen ihre Gewohnheiten ändern, besonders nach einem einschneidenden Ereignis wie einem Herzinfarkt. Der Wunsch allein ist jedoch nicht ausreichend. Was benötigt wird, ist ein systematischer Ansatz zur Umsetzung dieses Wunsches in die Realität. Dies umfasst die Setzung klarer Ziele, die Identifizierung von messbaren Schritten zur Erreichung dieser Ziele und die Schaffung eines Umfelds, das die Einhaltung neuer Routinen unterstützt.

Quelle: The 4 Disciplines of Execution


gedacht

Wir schreiben das Jahr 1908: Die Welt steht an der Schwelle großer Veränderungen, und mitten in diesem brodelnden Kessel der Möglichkeiten erscheint in einer renommierten Zeitung – dem „Manchester Guardian“, heute bekannt als „The Guardian“ – eine bemerkenswerte Aussage zu den Flugzeugen der Gebrüder Wright:

Wir können nicht verstehen, welchen praktischen Nutzen ein Fluggerät, das schwerer als Luft ist, haben soll.

Auf den ersten Blick mag diese Skepsis verständlich erscheinen. Die Technologie der damaligen Zeit ließ kaum Raum für die Vorstellung, dass schwere Metallkonstruktionen mit mehr als ein, zwei Menschen an Bord durch die Lüfte gleiten könnten. Doch hier liegt der springende Punkt: die Fähigkeit des Menschen, über das aktuell Vorstellbare hinauszudenken.

Warum erwähne ich dieses Zitat heute, mehr als ein Jahrhundert später? Weil es uns eine zeitlose Lektion erteilt. Immer wenn neue Technologien am Horizont erscheinen, neigen wir dazu, sie durch die Brille des Bekannten zu betrachten. Wir vergleichen sie mit dem, was wir kennen, und oft erscheinen sie uns unpraktisch, unnötig oder gar absurd.

Hätten die Menschen der Vergangenheit sich immer von solcher Skepsis leiten lassen, würden wir heute kaum mit einem Gerät in der Tasche herumlaufen, das uns Zugang zu nahezu dem gesamten Wissen der Menschheit ermöglicht – gemeint ist das Smartphone. Oder wir würden uns nicht in Maschinen setzen, die uns innerhalb weniger Stunden an Orte bringen, für die unsere Vorfahren Monate gebraucht hätten.

Das Beispiel des Flugzeugs lehrt uns, dass die größten Durchbrüche oft die sind, die anfangs am meisten Skepsis hervorrufen. Es zeigt uns, dass Fortschritt nicht darin liegt, zu akzeptieren, was ist, sondern darin, zu träumen von dem, was sein könnte.

In einer Welt, die sich schneller verändert als je zuvor, ist es unsere Aufgabe, offen zu bleiben für das Unvorstellbare. Lasst uns neugierig bleiben, Fragen stellen und über den Tellerrand blicken. Denn wer weiß, welche „unpraktischen“ Ideen von heute die selbstverständlichen Technologien von morgen sind.


geschrieben

Ich befand mich in der wichtigsten Prüfung meines Lebens und hatte ein Blackout. Dank dieses Tipps hatte der Tag dann doch noch ein Happy End.

Was ich aus der wichtigsten Prüfung meines Lebens für den Alltag lernte


WEEKLY UPDATE

von Andreas Hobi

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