WEEKLY UPDATE #140: Alles über das neu entdeckte Immunsystem in Deinem Kopf​


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Wirtschaftliche Voraussagen wären überhaupt zutreffender, wenn ihnen nicht diese lästigen, komplexen, unberechenbaren Menschen in die Quere kämen. Dieses Problem hat die klassische Wirtschaftswissenschaft lange behindert. Um ökonomische Entscheidungen in mathematischen Formeln fassbar zu machen, musste man voraussetzen, dass wir sowohl rational als auch vorhersagbar handeln. Seit Beginn des 19. Jahrhunderts benutzt man das Modell des Homo oeconomicus, der sich durch unveränderliche Vorlieben und stabile Stimmungen auszeichnet und der nur rationale Entscheidungen zu seinem Vorteil trifft. Sollte Ihnen jemals so ein Musterexemplar über den Weg laufen, zeigen Sie es sofort an! Dieser Narr ist für Theorien verantwortlich, die uns helfen vorauszusagen, wie sich der Weltmarkt entwickeln wird, aber nicht erklären können, woher der stete Drang nach immer nutzloseren Besitztümern kommt.

Hast Du Dich jemals gefragt, warum so viele wirtschaftliche Vorhersagen fehlschlagen? John Naish bietet in seinem Buch „Genug: Wie Sie der Welt des Überflusses entkommen“ eine charmant sarkastische Erklärung: Es sind die Menschen! Unvorhersehbar, irrational und voller Widersprüche – genau das, was ökonomische Modelle nicht brauchen können.

Die Wirtschaftswissenschaften haben sich jahrhundertelang auf das Modell des Homo oeconomicus gestützt, jenes fiktive Wesen, das immer rational und vorhersehbar handelt, um den eigenen Vorteil zu maximieren. Doch wenn wir uns umsehen, bemerken wir schnell, dass die Realität oft anders aussieht. Menschen treffen Entscheidungen aufgrund von Emotionen, unvollständigen Informationen oder weil es gerade „in“ ist, Avocado-Toast zu essen, auch wenn die Avocado-Preise durch die Decke schießen.

Diese Diskrepanz zwischen Theorie und Wirklichkeit führt zu den humorvollen, aber auch kritischen Fragen, die Naish stellt: Sollten wir nicht aufhören, uns auf Modelle zu verlassen, die von einem rationalen Akteur ausgehen, den es in reiner Form gar nicht gibt? Wie viele unserer wirtschaftlichen Probleme – von Blasen auf dem Immobilienmarkt bis zum irrsinnigen Konsum von Gütern, die niemand braucht – lassen sich darauf zurückführen, dass wir die menschliche Natur nicht in unsere Gleichungen einbeziehen?

Quelle: Genug: Wie Sie der Welt des Überflusses entkommen


gedacht

Diese Woche hatte ich das Vergnügen, die Meyer Werft in Papenburg zu besuchen. Die Werft in der Nähe von Hamburg – gegründet vor rund 225 Jahren – ist eine der weltweit größten und modernsten Werften. Was man nicht sofort sieht, ist das außergewöhnliche Level an Planung und Koordination, das nötig ist, um solch kolossale Strukturen zu erschaffen. Jedes Schiff ist ein Meisterwerk aus tausenden Einzelteilen, die präzise zusammengefügt werden müssen. Stell Dir vor, jedes Teil ist ein Puzzleteil in einem gigantischen 3D-Puzzle, das unter extremem Zeitdruck zusammengesetzt wird.

Die Führung durch die Werft war ein echtes Erlebnis. Besonders beeindruckt hat mich, wie hier Zeitmanagement praktiziert wird. Jeder Schritt in der Montage eines Schiffes ist minutiös geplant. Es gibt spezielle Teams, die sich ausschließlich darauf konzentrieren, den Fortschritt der Bauarbeiten zu überwachen und bei Bedarf Anpassungen vorzunehmen. Das erfordert eine unglaubliche Disziplin und eine fortlaufende Selbstüberprüfung jedes Mitarbeiters.

Was können wir von der Meyer Werft lernen? Zuerst einmal, dass großartige Ergebnisse oft das Produkt sorgfältiger Planung und der Fähigkeit ist, das große Ganze im Blick zu behalten. Jeder kleine Schritt, so unbedeutend er auch erscheinen mag, trägt zum Endresultat bei. Wie oft fühlen wir uns in unserem eigenen Alltag überwältigt von Aufgaben, die uns riesig und unüberwindbar erscheinen? Die Lösung könnte darin liegen, sie in kleinere, handhabbare Teile zu zerlegen, so wie die Ingenieure und Arbeiter auf der Werft es tun.

Ein weiterer Schlüssel zum Erfolg ist Flexibilität. Trotz aller Planung müssen wir bereit sein, unsere Strategien anzupassen, wenn sich Umstände ändern. Diese Flexibilität, gepaart mit einer konstanten Überprüfung unserer Fortschritte, ermöglicht es uns, auf Kurs zu bleiben oder sogar unseren Kurs zu verbessern, wenn dies nötig wird.


geschrieben

Mentale Immunität: Alles über das neu entdeckte Immunsystem in Deinem Kopf

Neue Forschungen zeigen: Du verfügst nicht nur über ein Immunsystem für Deinen Körper, sondern auch über ein Immunsystem für Deinen Verstand.

In diesem Artikel erfährst Du, was dahintersteckt, wie dieses mentale Immunsystem funktioniert und wie Du Dich gegen schädliche Informationen „impfen“ kannst. Und keine Angst: Diese Impfung tut weder weh noch hat sie Nebenwirkungen.


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